Mein Weg zur Medialität

Ich habe nicht gelernt, weniger zu fühlen. Ich habe gelernt, klarer zu sehen.

Ich bin nicht als Medium gestartet.

Ich bin als jemand gestartet, der verstehen wollte.

Und ehrlich gesagt: Irgendwann wollte ich einfach, dass dieses viele Fühlen aufhört.


Der Verstand war mein sicherer Ort

Ich habe Jura und Politologie studiert, Unternehmen aufgebaut und Verantwortung übernommen.

Ich war analytisch, strukturiert und gewohnt, Zusammenhänge zu verstehen und Entscheidungen zu treffen.

Der Verstand war mein sicherer Ort.

Und gleichzeitig gab es in meinem Leben immer etwas, das sich nicht vollständig mit dem Verstand erklären ließ.

Ich nahm Menschen sehr genau wahr. Stimmungen, Gefühle und Dinge, die nicht ausgesprochen wurden.

Lange wusste ich nicht, was ich damit anfangen sollte.

 

Dann kamen die Fragen, auf die mein Verstand keine Antwort hatte

In meinen frühen Zwanzigern starb plötzlich mein Onkel.

Dann mein damaliger Freund.

Danach mein Vater.

Drei Menschen, die mir nahestanden, innerhalb kurzer Zeit.

Solche Erfahrungen verändern etwas.

Nicht nur emotional, sondern existenziell.

Ich begann mich zu fragen:

Was bleibt, wenn ein Mensch stirbt?

Warum konnte ich manche Menschen weiterhin so deutlich wahrnehmen?

Und gibt es mehr als das, was wir mit unseren fünf Sinnen erfassen können?

 

Ich nahm mehr wahr, als mir lieb war

Meine Wahrnehmung war schon immer stark.

Ich spürte oft sehr genau, was andere Menschen fühlten. Ich nahm Spannungen wahr, bevor jemand darüber sprach. Und gerade in Beziehungen hörte ich manchmal gewissermaßen auch das, was nicht gesagt wurde.

Das Schwierige daran war nicht das Wahrnehmen.

Das Schwierige war, dass ich nicht wusste, ob ich meiner Wahrnehmung vertrauen konnte.

Ist das wirklich da?

Oder bilde ich mir das ein?

Diese Unsicherheit hat mich lange begleitet.


Mein Wendepunkt: Ich wollte eigentlich, dass es aufhört

Ich begann mich nicht mit Medialität zu beschäftigen, weil ich unbedingt Medium werden wollte.

Im Gegenteil.

Ich wollte verstehen, wie ich mich besser abgrenzen kann.

Wie ich aufhöre, ständig so viel wahrzunehmen.

Wie ich unterscheiden kann, was zu mir gehört und was nicht.

Und wie ich wieder Ruhe bekomme.

Das war der Anfang meines medialen Weges.


Dann wurde es nicht weniger. Es wurde klarer.

Ich begann zu lernen.

Ich beschäftigte mich intensiv mit Meditation, Wahrnehmung und Medialität und ließ mich über viele Jahre bei unterschiedlichen Lehrerinnen und Lehrern ausbilden – unter anderem am Arthur Findlay College in England.

Und nach und nach verstand ich etwas Entscheidendes:

Ich musste meine Wahrnehmung nicht loswerden.

Ich musste lernen, mit ihr umzugehen.

Ich lernte zu unterscheiden:

  • Was gehört zu mir?

  • Was nehme ich von einem anderen Menschen wahr?

  • Was ist Intuition?

  • Was sind meine eigenen Gedanken und Gefühle?

  • Und wann nehme ich tatsächlich mediale Informationen wahr?

Aus etwas, das mich lange verunsichert hatte, wurde eine Fähigkeit, der ich vertrauen konnte.


Das Problem war nie meine Wahrnehmung

Irgendwann wurde mir klar:

Das Problem war nie, dass ich so viel wahrgenommen habe.

Das Problem war, dass ich nie gelernt hatte, diese Wahrnehmung einzuordnen.

Heute weiß ich, dass Sensitivität und Medialität nicht bedeuten müssen, ständig von Gefühlen, Energien oder Eindrücken überwältigt zu werden.

Im Gegenteil.

Wenn wir lernen, unsere Wahrnehmung bewusst zu nutzen, kann daraus Klarheit entstehen.

Und genau das ist heute die Grundlage meiner Arbeit.

Meine Wahrnehmung wurde nicht leiser. Ich wurde sicherer darin, ihr zu vertrauen.


Heute verbinde ich Medialität mit Herz und Verstand

Heute arbeite ich als Medium und bilde Menschen in Medialität aus.

Dabei geht es mir nicht darum, anderen zu sagen, was sie glauben sollen.

Ich möchte Menschen zeigen, wie sie ihre eigene Wahrnehmung verstehen, prüfen und ihr Schritt für Schritt vertrauen können.

Denn für mich gehören Spiritualität und ein klarer Verstand zusammen.

Intuition braucht keine Naivität.

Medialität braucht keine Inszenierung.

Und Spiritualität muss nicht bedeuten, sich vom normalen Leben zurückzuziehen.

 

Ich lebe Spiritualität mitten im Leben

Mit Familie.

Mit Verantwortung.

Mit Entscheidungen, Herausforderungen, Arbeit und Alltag.

Für mich bedeutet Spiritualität nicht, diesem Leben zu entkommen.

Sie hilft mir, klarer in ihm zu stehen.

Vielleicht ist das auch der Grund, warum ich Menschen so gut verstehe, die sagen:

„Ich spüre so viel – aber ich weiß nicht, ob ich mir vertrauen kann.“

Diesen Punkt kenne ich sehr gut.

Und ich weiß heute:

Genau das, was dich manchmal verunsichert, kann eine große Stärke werden.

Wenn du lernst, damit umzugehen.


Vielleicht beginnt hier auch dein Weg

Wenn du spürst, dass da mehr ist, musst du heute noch nicht wissen, wohin dich dieser Weg führt.

Du kannst erst einmal herausfinden, wie deine eigene Wahrnehmung funktioniert.

Du möchtest wissen, ob du medial bist?

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In meiner medialen Ausbildung lernst du Schritt für Schritt, deiner Wahrnehmung zu vertrauen und deine medialen Fähigkeiten klar, sicher und verantwortungsvoll zu entwickeln.

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