ÜBER MICH –
Ich habe nicht gelernt, weniger zu fühlen.
Ich habe gelernt, klar zu sehen.
Ich bin nicht als Medium gestartet.
Ich bin als jemand gestartet, der verstehen wollte.
Und ehrlich gesagt:
Ich wollte irgendwann einfach, dass es aufhört.
Der Verstand war mein sicherer Ort
Ich habe Jura und Politologie studiert.
Ich war strukturiert, analytisch, klar.
Ich konnte Zusammenhänge schnell erfassen.
Ich konnte Entscheidungen treffen.
Ich konnte Verantwortung übernehmen.
Der Verstand war mein sicherer Ort.
Und gleichzeitig war da etwas, das sich nicht kontrollieren ließ.
Frühe Brüche – und Fragen, die bleiben
In meinen frühen Zwanzigern ist mein damaliger Freund gestorben.
Danach mein Vater.
Und auch davor habe ich Verluste erlebt.
Das sind Momente, die etwas in dir verschieben.
Nicht nur emotional.
Sondern existenziell.
Du fängst an, Dinge zu hinterfragen,
die vorher selbstverständlich waren.
Was bleibt, wenn jemand geht?
Was ist wirklich da – jenseits von dem, was wir sehen?
Ich habe mehr wahrgenommen, als ich wollte
Meine Wahrnehmung war immer stark.
Ich habe gespürt, was Menschen fühlen.
Ich habe Dinge wahrgenommen, die nicht ausgesprochen wurden.
Und gerade in Beziehungen war das schwierig.
Ich habe gehört, was gesagt wurde.
Und gleichzeitig gespürt, was nicht stimmt.
Und wenn beides nicht zusammengepasst hat,
hat mich das verunsichert.
Ich habe mir selbst nicht vertraut.
Ich habe mich gefragt, ob ich mir Dinge einbilde.
Oder ob mit mir etwas nicht stimmt.
Diese Zweifel waren nicht klein.
Sie waren massiv.
Der Wendepunkt: Ich wollte, dass es aufhört
Ich habe mich nicht mit Medialität beschäftigt,
weil ich das ausbauen wollte.
Ich habe mich damit beschäftigt,
weil ich gehofft habe, dass es weniger wird.
Ich wollte nicht mehr so viel wahrnehmen.
Ich wollte Ruhe.
Ich wollte verstehen,
wie ich mich abgrenze.
Wie ich das kontrolliere.
Wie ich wieder klar werde.
Und dann wurde es nicht weniger – sondern klarer
Was dann passiert ist,
hat alles verändert.
Es wurde nicht weniger.
Es wurde klarer.
Ich habe gelernt zu unterscheiden:
Was gehört wirklich zu mir?
Was nehme ich von anderen wahr?
Und was ist einfach Information, die durch mich durchgeht?
Ich habe gelernt, meine Wahrnehmung zu strukturieren,
statt von ihr überrollt zu werden.
Die Wahrheit, die ich lange nicht sehen wollte
Irgendwann habe ich verstanden:
Das Problem war nie meine Wahrnehmung.
Das Problem war,
dass ich nie gelernt hatte, damit umzugehen.
Das, was mich so lange verunsichert hat,
war gleichzeitig meine größte Stärke.
Nicht, weil es „besonders“ ist.
Sondern weil es präzise ist – wenn man es richtig nutzt.
Heute
Heute arbeite ich als Medium und Ausbilderin.
Ich zeige Menschen nicht, was sie glauben sollen.
Ich zeige ihnen, wie sie selbst klar sehen.
Wie sie ihre Wahrnehmung einordnen.
Wie sie ihrem Verstand wieder vertrauen.
Und gleichzeitig ihrer Intuition.
Denn genau da entsteht echte Klarheit.
Ich lebe mein Leben nicht abseits davon.
Ich lebe es mittendrin.
Mit Familie.
Mit Verantwortung.
Mit einem klaren Alltag.
Für mich bedeutet Spiritualität nicht, sich zurückzuziehen –
sondern klarer zu werden in dem Leben, das du ohnehin führst.
Ich weiß, wie es ist, sich selbst nicht zu vertrauen.
Ich weiß, wie es ist, zu viel wahrzunehmen.
Und ich weiß auch,
dass genau darin deine Stärke liegen kann.
Wenn du lernst, damit umzugehen.
Wenn du spürst, dass da mehr ist –
dann bist du hier richtig.
