Kann wirklich jeder medial werden? Fragt ein Medium die geistige Welt eigentlich auch für sich selbst? Und wird das Leben durch Spiritualität wirklich leichter?
Diese Fragen begegnen mir seit vielen Jahren – in meiner Ausbildung, nach Vorträgen und natürlich auch in unserem Podcast. Gemeinsam mit Susanne habe ich deshalb eine Q&A-Folge aufgenommen, in der wir genau darüber sprechen.
Hier sind meine Antworten auf die sechs Fragen, die am häufigsten gestellt werden.
1. Wie hat sich die Zusammenarbeit zwischen Susanne und mir verändert?
Als wir unseren Podcast gestartet haben, hatten wir keine große Strategie. Wir hatten einfach Lust, gemeinsam über Spiritualität zu sprechen und Menschen dabei zu helfen, ihre eigene Wahrnehmung besser zu verstehen.
Dass daraus über Jahre eine so große Community entstehen würde, hätten wir beide nicht erwartet.
Ich glaube, unsere Zusammenarbeit funktioniert deshalb so gut, weil wir in die gleiche Richtung schauen. Wir verstärken uns gegenseitig, statt uns auszubremsen. Viele Dinge, über die andere lange diskutieren würden, sind für uns selbstverständlich.
Susanne bringt die Fragen mit, die sich viele Menschen stellen. Ich bringe meine Erfahrungen aus der Medialität ein. Genau aus dieser Kombination entstehen oft Gespräche, die sowohl tief als auch alltagstauglich sind.
2. Welche spirituelle Erfahrung hat mein Leben am meisten verändert?
Für mich war das der Moment, als ich vor rund zwanzig Jahren in unserer ersten medialen Ausbildung meinem Geistführer begegnet bin.
Diese erste bewusste Verbindung zur geistigen Welt hat mein Weltbild verändert.
Seitdem erlebe ich immer wieder, dass ich Fragen stelle und Antworten bekomme. Und obwohl ich das inzwischen seit vielen Jahren tue, fasziniert es mich bis heute.
Diese Erfahrungen haben mir etwas geschenkt, das viel wertvoller ist als spektakuläre Erlebnisse: Vertrauen.
3. Hat Medialität mein Leben leichter gemacht?
Ganz eindeutig: Ja.
Aber nicht von Anfang an.
Bevor ich verstanden habe, was meine Wahrnehmung eigentlich bedeutet, war sie eher eine Belastung. Ich habe mich ständig infrage gestellt, meinem Gefühl nicht vertraut und versucht, alles mit dem Verstand zu lösen.
Erst als ich Verantwortung für meine Medialität übernommen habe, wurde sie zu einer Kraftquelle.
Sie hat mir innere Ruhe, Stabilität, Selbstvertrauen und das Gefühl gegeben, getragen zu sein. Ich weiß heute viel klarer, was mir guttut und welche Entscheidungen wirklich zu mir passen.
Eine wichtige Erkenntnis war für mich außerdem, dass Spiritualität und Körper zusammengehören. Erdung entsteht nicht nur durch Meditation. Für mich kam sie vor allem durch Krafttraining, Bewegung und den bewussten Kontakt mit meinem Körper.
4. Was frage ich die geistige Welt für mich selbst?
Viele glauben, ich würde ständig nach der Zukunft fragen.
Das tue ich kaum.
Meine Fragen sind viel einfacher:
Was braucht mein Körper heute?
Was hilft meinem Verstand?
Worauf sollte ich heute besonders achten?
Was möchte mir das Leben gerade zeigen?
Außerdem frage ich oft nach Beziehungen oder Situationen, die ich mit meinem Verstand nicht richtig einordnen kann.
Was ich dagegen häufig nicht bekomme, sind Antworten auf Zukunftsfragen.
Und das ergibt für mich Sinn.
Manche Erfahrungen müssen wir selbst machen. Die geistige Welt nimmt uns unseren Weg nicht ab.
5. Gibt es etwas, das ich trotz meiner Medialität nicht verstehe?
Ja.
Sogar sehr vieles.
Je länger ich diesen Weg gehe, desto mehr wird mir bewusst, wie wenig wir eigentlich wissen.
Natürlich hilft mir die Medialität, Zusammenhänge besser zu erkennen. Aber sie beantwortet längst nicht jede Frage.
Und genau das finde ich inzwischen beruhigend.
Ich muss nicht alles verstehen, um Vertrauen ins Leben zu haben.
6. Was würde ich heute auf meinem spirituellen Weg anders machen?
Ich würde viel früher auf mein eigenes Gespür hören.
Viele Jahre habe ich versucht, alles mit dem Kopf zu lösen. Ich dachte, man müsse sich zusammenreißen, funktionieren und vernünftig sein.
Heute weiß ich, dass genau darin oft unser größter Schmerz liegt.
Außerdem würde ich viel früher eine regelmäßige spirituelle Praxis in meinen Alltag integrieren. Nicht nur dann meditieren, wenn gerade Zeit ist, sondern jeden Tag. Diese Kontinuität verändert unglaublich viel.
Und ich würde mich früher trauen, zu meiner Spiritualität zu stehen.
Lange hatte ich Sorge, nicht ernst genommen zu werden oder Menschen könnten mich für verrückt halten. Heute weiß ich: Wenn wir authentisch sind, finden wir genau die Menschen, die wirklich zu uns passen.
Mein Fazit
Medialität bedeutet für mich nicht, auf alles eine Antwort zu haben.
Sie bedeutet auch nicht, die Zukunft vorherzusagen oder perfekt durchs Leben zu gehen.
Für mich bedeutet sie, meiner Wahrnehmung zu vertrauen, mich selbst besser kennenzulernen und mit mehr Ruhe, Klarheit und Vertrauen durchs Leben zu gehen.
Vielleicht ist genau das das größte Geschenk der Spiritualität: Sie macht das Leben nicht perfekt. Aber sie hilft uns, es bewusster, authentischer und liebevoller zu leben.
Vielleicht hast du beim Lesen gemerkt, dass dich das Thema Medialität fasziniert und du deine eigene Wahrnehmung besser verstehen möchtest.
Dann könnte unsere mediale Ausbildung genau der richtige nächste Schritt für dich sein. Dort lernst du, deine intuitiven Fähigkeiten bewusst zu entwickeln und deiner Wahrnehmung mit Vertrauen zu begegnen.
