Du denkst immer wieder darüber nach, was schiefgehen könnte. Eine Entscheidung steht an, ein Gespräch oder eine Veränderung. Du beschäftigst dich damit, aber dein nächster Schritt bleibt liegen.
Wie kannst du mit deinen Sorgen umgehen und daraus eine konkrete Handlung entwickeln?
Als Medium schaue ich dabei auf verschiedene Ebenen: unsere Gedanken, die Wahrnehmung unseres Körpers, die Ausrichtung unseres Herzens und die Impulse, die wir aus der geistigen Welt empfangen.
In Meditationen und Heilkreisen erkunden wir diese unterschiedlichen Blickwinkel. Dabei geht es darum, genauer wahrzunehmen, mögliche Bedeutungen zu prüfen und herauszufinden, was für unseren nächsten Schritt wichtig ist.
1. Benenne, was du tatsächlich befürchtest
„Ich mache mir Sorgen um meine Zukunft“ beschreibt erst einmal ein großes Feld.
Was genau beschäftigt dich?
Befürchtest du, eine falsche Entscheidung zu treffen? Jemanden zu enttäuschen? Etwas zu verlieren? Oder dass ein Vorhaben nicht funktioniert?
Je konkreter du deine Befürchtung benennst, desto gezielter kannst du dich damit beschäftigen.
Du kannst dir diese Frage aufschreiben:
Was befürchte ich, wenn ich diesen Schritt gehe?
Lass dir Zeit mit der Antwort. Vielleicht zeigt sich dabei eine Sorge, die du bisher noch gar nicht deutlich ausgesprochen hast.
2. Unterscheide zwischen dem, was du weißt, und dem, was du erwartest
Unsere Gedanken beschäftigen sich schnell mit möglichen Entwicklungen. Dabei kann sich eine Befürchtung irgendwann anfühlen, als wäre sie bereits eine Tatsache.
Deshalb lohnt es sich, genauer hinzuschauen.
„Ein Gespräch steht noch aus“ beschreibt eine Situation.
„Der andere wird bestimmt enttäuscht sein“ ist eine Erwartung.
Du kannst diese Erwartung ernst nehmen und gleichzeitig offenlassen, wie das Gespräch tatsächlich verlaufen wird.
Frage dich:
Was weiß ich bereits?
Was vermute ich?
Welche Information fehlt mir?
Was kann ich konkret klären?
So erkennst du, welche Fragen noch offen sind und wo du selbst etwas tun kannst.
3. Nimm wahr, was dein Körper zeigt
Wenn dich eine Sorge beschäftigt, kannst du auch auf deinen Körper achten.
Spürst du Anspannung, Druck oder Unruhe? Wo bemerkst du das? Bei welchem Gedanken verändert sich etwas?
Beschreibe zunächst, was du wahrnimmst.
„Ich spüre Anspannung“ ist eine Wahrnehmung.
„Deshalb wird mein Vorhaben schiefgehen“ ist bereits eine Deutung.
Die Anspannung allein bestätigt deine Befürchtung noch nicht. Du kannst weiter erkunden, wann sie entsteht und wie sie sich verändert, wenn du die Situation aus einem anderen Blickwinkel betrachtest.
Mit der Intelligenz des Körpers verbinden wir uns, indem wir ihm aufmerksam zuhören und seine Signale in unsere Betrachtung einbeziehen.
4. Frage dein Herz, was dir wichtig ist
Neben deinen Befürchtungen gibt es auch deine Wünsche und deine persönliche Ausrichtung.
In einer Meditation kannst du deine Aufmerksamkeit auf dein Herz richten und fragen:
Was ist mir in dieser Situation wichtig?
Was wünsche ich mir?
Wohin möchte ich mich entwickeln?
Mit der Intelligenz unseres Herzens meine ich diesen Zugang zu unserer inneren Ausrichtung.
Dabei können Gefühle, Bilder oder Worte auftauchen. Du darfst sie zunächst wahrnehmen und anschließend ihre mögliche Bedeutung erkunden.
So bekommt auch das Raum, was du gestalten möchtest und was dir von Herzen etwas bedeutet.
5. Öffne dich für einen anderen Blickwinkel
Wenn wir uns lange mit einer Befürchtung beschäftigen, schauen wir möglicherweise immer wieder aus derselben Perspektive auf eine Situation.
In meiner medialen Arbeit öffne ich mich deshalb auch für Impulse aus der geistigen Welt.
Meine Fragen können sein:
Welcher andere Blickwinkel könnte mir helfen?
Was habe ich bisher noch nicht betrachtet?
Dabei können Bilder, Worte, Gefühle oder Körperempfindungen entstehen. Sie können dazu anregen, eine Situation neu anzuschauen.
Auch bei medialen Impulsen gilt: Wahrnehmung kommt vor Interpretation.
Ein Bild in einer Meditation ist noch keine bestätigte Aussage darüber, was passieren wird. Wir erkunden seine mögliche persönliche Bedeutung und prüfen sie an unserer tatsächlichen Situation.
Die Verantwortung für unsere Entscheidungen bleibt bei uns.
6. Gib unterschiedlichen Wahrnehmungen Raum
Deine Gedanken können voller Sorgen sein, während du zugleich einen deutlichen Wunsch spürst. Dein Körper kann angespannt sein, obwohl dir etwas sehr wichtig ist.
Diese Unterschiede dürfen zunächst da sein.
Du kannst weiterfragen:
Welche Befürchtung steckt in meinen Gedanken?
Was nehme ich körperlich wahr?
Was wünsche ich mir von Herzen?
Was brauche ich, um meinen nächsten Schritt zu gehen?
Vielleicht fehlen Informationen. Vielleicht möchtest du mit jemandem sprechen. Vielleicht ist der geplante Schritt zu groß und du kannst ihn kleiner machen.
Du musst aus deinen Wahrnehmungen nicht sofort eine endgültige Antwort ableiten.
Wie Meditation und Heilkreise dich unterstützen können
In der Meditation nehmen wir uns Zeit, unsere Aufmerksamkeit bewusst auszurichten.
Wir schauen auf Gedanken, Gefühle und Körperempfindungen. Wir verbinden uns mit unserer inneren Ausrichtung und öffnen uns für mediale Impulse.
Im Heilkreis erkunden wir eine Situation aus verschiedenen Blickwinkeln:
Wo stehe ich gerade? Worauf schaue ich? Was nehme ich wahr? Welche Bedeutung könnte das für mich haben?
Dadurch kann ein anderes Gefühl zu einer herausfordernden Situation entstehen. Anschließend verbinden wir unsere Wahrnehmungen mit dem Alltag.
Du brauchst dafür keine eindrucksvollen inneren Bilder. Vielleicht wird dir zunächst klarer, welche Frage noch offen ist. Oder du bemerkst genauer, was du dir wünschst.
Auch damit kannst du weiterarbeiten.
7. Entwickle einen konkreten nächsten Schritt
Nach der Meditation kommt eine wichtige Frage:
Was möchte ich jetzt mit dem tun, was ich erkannt habe?
Möchtest du ein Gespräch führen? Informationen einholen? Unterstützung suchen? Etwas ausprobieren?
Wähle einen Schritt, der konkret und überschaubar ist.
Du kannst noch Befürchtungen haben und trotzdem eine Handlung wählen, die du dir zutraust. Vorbereitung gehört dazu. Unterstützung zu suchen ebenfalls.
Du musst heute nicht deine gesamte Zukunft klären. Du kannst dich mit dem beschäftigen, was jetzt ansteht.
Anschließend schaust du erneut: Was habe ich erfahren? Was ist klarer geworden? Wie möchte ich weitergehen?
Eine kurze Übung für deine Sorgen
Nimm dir eine konkrete Situation vor und notiere deine Antworten:
Was genau befürchte ich?
Was weiß ich tatsächlich, und was stelle ich mir vor?
Was nehme ich in meinem Körper wahr?
Was ist mir von Herzen wichtig?
Welche weitere Perspektive kann ich erkunden?
Was möchte ich prüfen oder klären?
Welchen nächsten Schritt traue ich mir zu?
Du kannst diese Fragen in eine Meditation mitnehmen. Lass offen, was sich zeigt, und halte deine Wahrnehmungen und deine Deutungen zunächst getrennt fest.
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Deine Kristina
